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Fahrer - WM 2012
Platz Fahrer Punkte
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Team - WM 2012
Platz Team Punkte

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Das grosse Formel 1 Lexikon

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 aktualisiert am: 12.03.2006 / 17:50
A
  • Abrieb
    Abnutzung der Reifenoberfläche. Beim Fahren reibt sich Gummi der Reifenoberfläche auf dem Asphalt ab und hinterlässt dort eine Gummischicht, die im Verlauf des Rennwochenendes auf der Ideallinie für immer besser werdende Bodenhaftung und mehr Grip sorgt. Der Abrieb wird auch durch die Abstimmung des Rennwagens und die Beschaffenheit des Asphalts beeinflusst.

  • Abstimmng.
    Auch Set-Up genannt. Bezeichnet die allgemeine Fahrzeugeinstellung und beinhaltet alle veränderbaren mechanischen wie aerodynamischen Teile (Radaufhängung, Flügel etc.)

  • Abtrieb
    Der Abtrieb (englisch: downforce) bezeichnet die Kraft, mit der Formel-1-Autos auf den Boden gepresst werden. Er wird vom Unterdruck unter dem Boden des Autos und durch die Einstellung der Flügel an Front und Heck erzeugt und führt zu einer größeren Bodenhaftung. Zugunsten höherer Kurvengeschwindigkeiten wird dieser Effekt vor allem auf langsameren Strecken genutzt.

  • Aerodynamik Bild
    Wissenschaft, die sich mit dem Verhalten von Luftströmungen beschäftigt. In der Formel 1 gilt bei der Konstruktion der Autos die Grundregel: Möglichst viel Abtrieb bei möglichst wenig Luftwiderstand.

  • Airbox
    Lufteinlass hinter dem Kopf des Fahrers. Die Airbox leitet die für den Verbrennungsvorgang notwendige Luft von dort zum Motor

  • Aktive Radaufhängung
    Die aktive Radaufhängung, auch aktive Federung genannt, dient dazu, die Fahrhöhe der Boliden zu kontrollieren, ist aber in der Formel 1 seit 1993 verboten, als die FIA eine technische Abrüstung in der Formel 1 eingeleitet hat, um die Chancengleichheit der Teams zu wahren .

  • Anpressflächen
    Die Flächen (Flügel, Spoiler) eines Rennwagens, die den Auflagedruck der Räder auf die Straße erhöhen.

  • Anti-Blockier-System (ABS)
    Dieses elektronische System verhindert, dass bei einer Vollbremsung die Reifen des Autos blockieren: Ein Steuergerät zeigt über Sensoren das beginnende Blockieren der Räder an, daraufhin wird der Bremsdruck gesenkt. In der Formel 1 wurde ABS eingesetzt, um beim Bremsen bessere Verzögerungswerte zu erreichen. 1993 wurde es aus Gründen einer besseren Chancengleichheit unter den Teams verboten.

  • Aquaplaning
    Zu Aquaplaning kommt es, wenn sich zwischen Reifen und Fahrbahn mehr Wasser befindet, als vom Reifenprofil verdrängt werden kann. Das Auto "schwimmt" und wird dadurch unkontrollierbar für den Fahrer. Bei Aquaplaning-Gefahr kann ein Formel-1-Rennen abgebrochen werden. In der Regel wird bei starkem Regen zunächst das Safety Car eingesetzt, um das Feld bei geringerer Geschwindigkeit zu neutralisieren.

  • Autoklav Bild
    Druckgefäß, in dem vakuumverpackte Bauteile aus Verbundwerkstoffen bei exakter Temperatur vulkanisiert und so in ihre endgültige Form gebracht werden. Durch dieses Verfahren erhalten die Verbundwerkstoffe ihre besondere Festigkeit bei geringem Gewicht.
 
B
  • Black Box Bild
    Fahrzeugsteuerungsmodul, das alle elektronischen Vorgänge in Formel-1-Autos steuert. Außerdem Name für den Fahrtenschreiber, der in die Autos eingebaut sein muss - allerdings nicht bei Testfahrten, an denen nur ein Team teilnimmt. Die Black Box soll darüber hinaus nach einem Unfall Auskunft über die mögliche Ursache geben und damit zur fortlaufenden Verbesserung der Sicherheit beitragen. Die Black Box muss jederzeit erreichbar sein, ohne dass Teile des Autos entfernt werden müssen.

  • Benzin
    siehe Kraftstoff

  • Bodeneffekt
    Formel-1-Entwicklung aus den 70er Jahren: Um den Bodeneffekt, auch Ground Effect genannt, zu erreichen, wurden an den Seiten der Autos Schürzen angebracht. Dadurch wurde das Auto auf Grund eines Unterdrucks am Unterboden auf die Strecke gepresst, durch den enormen Grip waren extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten möglich. Reine Ground-Effect-Fahrzeuge, mit Schürzen wie es sie früher gab, sind aus Sicherheitsgründen von der FIA verboten.

  • Bodenfreiheit
    Abstand zwischen Wagenboden und Fahrbahn.

  • Boxengasse Bild
    Die Boxengasse (englisch: Pit Lane) befindet sich direkt vor den Boxen. Auf ihr werden während des Rennes die Boxenstopps durchgeführt. In der Boxengasse gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h im Training und 80 km/h im Rennen (Ausnahme Monaco, dort darf in Training und Rennen nicht schneller als 60 km/h gefahren werden).

  • Boxentafel Bild
    Eine Tafel, die den Fahrer verschiedene Informationen zum Rennen liefert. Je nach Absprache mit dem Fahrer werden neben der Startnummer des Fahrers auch Position, Vorsprung bzw. Rückstand, Rundenzahl und ein angekündigter Boxenstop damit angezeigt.

  • Bremsen Bild
    Die Bremsen werden in der F1 aus Karbon hergestellt. Sie ermöglichen extrem kurze Bremswege. Zwei Bremsklötze und höchstens sechs Kolben pro Rad sind erlaubt. Die Bremssättel müssen aus einer Aluminiumlegierung bestehen. Nicht verwendet werden dürfen Kühlflüssigkeit, ABS und servounterstützte Bremsen.

  • Bremsscheiben Bild
    In der Formel 1 dürfen maximal 28 Millimeter dicke Bremsscheiben aus Karbon eingesetzt werden, die einen Durchmesser von 278 Millimeter nicht überschreiten dürfen. Beim Bremsen werden die Bremsscheiben innerhalb von einer Sekunde auf bis zu 1000 Grad Celsius erhitzt.
 
C
  • Chassis
    Zentraler Teil des Formel-1-Autos, auch Monocoque oder "Überlebenszelle" genannt. Mit dem leichten und zugleich extrem stabilen Chassis sind alle anderen Komponenten verbunden. Es wird aus einem Verbundwerkstoff aus Kohlefasern und Epoxidpolymer hergestellt, die in Sandwich-Bauweise mit Aluminium- und Nomex-Waben zu einer Schalenstruktur verbunden werden. Der Prozess des Formens und Verbindens erfolgt im sogenannten Autoklav unter bestimmten Druck- und Wärmeeinflüssen.

  • Cockpit Bild
    Bezeichnet den Arbeitsplatz des Rennfahrers. Das Cockpit muss so dimensioniert sein, dass der Fahrer keine Schwierigkeiten hat, innerhalb von fünf Sekunden auszusteigen. Das Cockpit muss am Lenkrad 45 Zentimeter und an den Pedalen 35 Zentimeter breit sein. Durch das Cockpit dürfen aus Sicherheitsgründen keine Benzin-, Öl- oder Wasserleitungen geführt werden.
 
D
  • Deflektor Bild
    Abweiser, Ablenker oder Ableiter. Eingesetzt  erstmalig von McLaren anfang der 90er Jahre. Der Deflektor (Abweiser) sitzt vor dem Kühler und soll die verwirbelte Luft, die duch die Vorderreifen entsteht beruhigen und optimal in den Kühler leiten.

  • Differential
    Das Differential bezeichnet ein Getriebe welches die unterschiedlichen Radumdrehungen in Kurven ausgleicht. Das äußere Rad muss in einer Kurve stets einen weiteren Weg zurücklegen als das kurveninnere Rad und muss sich deshalb schneller drehen. Eine Differential-Sperre sichert den Vortrieb, falls nur ein Rad Haftung hat, indem es das Ausgleichsgetriebe sperrt.

  • Diffusor Bild
    Luftauslass am Heck des Fahrzeugs, der einen großen Einfluss auf die Bodenhaftung des Wagens hat. Das nach hinten hochgezogene Leitwerk sorgt für einen kontrollierten Luftstrom am Unterboden und erzeugt dabei Unterdruck und Abtrieb.

  • Drehmoment
    Während die PS-Zahl eines Fahrzeuges bestimmend für dessen Endgeschwindigkeit ist, so ist das Drehmoment eine für die Beschleunigung des Fahrzeuges charakteristische Größe. Ist dieses Drehmoment groß, so kann pro Reifenumdrehung mehr Kraft auf die Strasse übertragen werden. Den Reifen kann man sich hier analog zu einer Wippe mit einem Drehpunkt in der Mitte und einem Kraftangriffspunkt an der Oberfläche vorstellen. Zu beachten ist noch, dass das Drehmoment, welches der Motor eines Fahrzeuges liefert, nicht konstant ist, sondern bei zu hoher oder zu geringer Drehzahl abnimmt.

  • Drive-Trough-Strafe
    Abwandlung der eigentlichen 10 Sekunden Zeitstrafe. Bekommt ein Fahrer eine Drive-Through-Strafe, so muss er einmal mit begrenzter Geschwindigkeit durch die Boxengasse fahren, ehe er wieder auf die Strecke darf. Eine Drive-Through-Strafe darf nicht mit einem Boxenstopp kombiniert werden.
 
E
  • Ecclestone, Bernie Bild
    Geboren am 28.10.1930.
    Kompletter Vorname:Charles Bernard.
    FOCA-Präsident,
    FIA
    -Vizepräsident.
    Als Teamchef 1983 Weltmeister.
    Besitzt die Vermarktungs- und TV-Rechte der Formel 1.

  • Endplatte
    Senkrechte Begrenzungsfläche am Flügel, die einen günstigen Einfluss auf die Luftströmung hat.

  • Ersatzwagen
    Dieser Wagen kommt dann zum Einsatz, wenn einer der anderen beiden Boliden nicht mehr einsatzfähig ist (z.B. Ausfall, technischer Defekt). Seit 2003 wird der Einsatz eines Ersatzwagens mit einer Rückstufung auf den letzten Startplatz geahndet. In einem Rennen ist der Einsatz nur bei einem kompletten Neustart des Feldes möglich. Ein Umsteigen während eines Boxenstopps ist nicht erlaubt.
 
F
  • Feuerlöschsystem
    In jedes Formel-1-Auto muss ein Feuerlöschsystem eingebaut sein, das den Löschschaum im Chassisbereich und im Bereich des Motors verteilt. Der Feuerlöscher muss vom Fahrer selbst oder von außen ausgelöst werden können.

  • Fliehkraft
    Auch g-Kraft genannt. Bezeichnet die Erdbeschleunigung und im Fachjargon der Formel 1 die Kraft, die einen Wagen in der Kurve nach außen drückt. Gemessen in g (1g = 9,81 Meter pro Sekunde im Quadrat). Fliehkräfte wirken auf Fahrzeug und Fahrer definitionsgemäß nur in Kurven, bei Brems- und Beschleunigungsvorgängen treten vergleichbare Belastungen auf.

  • Freies Training
    Entscheidet nicht über die Startaufstellung zum Rennen. Dient in erster Linie der Abstimmung des Fahrzeugs auf die jeweilige Strecke.
     
  • Flaggen-Signale
    ausführlich beschrieben hier

  • Flügel
    Feste und bewegliche Flächen am Rennwagen mit einer Maximalbreite von 1,40 Meter, um den Anpressdruck des Rennfahrzeugs auf die Straße zu erhöhen. Front- und Heckflügel dienen dazu, den Rennwagen fester auf den Boden zu drücken. Die Kunst der Flügeleinstellung liegt darin, den besten Kompromiss zwischen Höchstgeschwindigkeit auf den Geraden und einem optimalen Kurvenverhalten zu finden.
     
  • FISA
    Die Fédération Internationale du Sport Automobile (Internationale Automobilsportbehörde) mit Sitz in Paris ist eine Unterorganisation der FIA. Die FISA beschäftigt sich mit Sportgesetzen, Formeln und Terminkalendern für Automobilsport-Veranstaltungen.
     
  • FIA
    Fédération Internationale de l'Automobile (Internationaler Automobilverband). 1904 als Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus (AIACR) in Bad Homburg  gegründet. Der Dachverband des Motorsports hat seine Sitze in Paris und London.

  • FOA / Formula One Administration
    Die FOA ist eine Organisation, die sich um die wirtschaftlichen Aspekte (Preisgelder, Vermarktung etc.) der Formel 1 kümmert. Chef dieser Organisation ist der Brite Bernie Ecclestone. Die FOA ging aus der FOCA hervor, die 1971 als Vereinigung der Konstrukteure entstand.

  • FOCA
    Formula One Constructors Association, 1969 gegründet. Vereinigung der Formel-1-Konstrukteure, in der über alle wichtigen Belange der Serie entschieden wird: Starterfeld, Termine, Preisgelder, TV-Rechte, Vermarktung. Chef der Organisation: Bernie Ecclestone.
 
G
  • Gang
    Als Gang wird eine Fahrstufe mit einem bestimmten Über- oder Untersetzungsverhältnis bezeichnet. Automatische oder stufenlose Getriebe sind verboten. Ein Rückwärtsgang ist Vorschrift. Die Anzahl der Gänge kann von vier bis sieben variieren.

  • Gewicht
    Ein Formel-1-Auto muss inklusive Fahrer und ohne Benzin mindestens 600 Kilogramm wiegen. Mit vollem Tank wiegt es etwa 700 Kilogramm. Die Autos sind eigentlich um bis zu 70 Kilogramm leichter, doch die Teams verteilen Zusatzgewichte, um das Fahrverhalten zu verbessern.

  • GPDA / Grand Prix Drivers Association
    In der GPDA haben sich die Formel-1-Fahrer organisiert, deren Sprecher momentan Michael Schumacher, David Coulthard und Jarno Trulli sind.

  • Grand Prix
    Großer Preis. Bezeichnung aller nationalen Weltmeisterschaftsläufe im Motorsport, zum Beispiel Grand Prix von USA auf dem Indianapolis Motor Speedway, Lauf zur Formel-1-WM.

  • Grip
    Dies ist das Zauberwort für Fahrer und Ingenieure an einem Rennwochenende. Es bedeutet, wie sehr das Auto am Boden haftet und wie sich das auf die Geschwindigkeit in den Kurven auswirkt. Viel Grip bedeutet eine hohe Geschwindigkeit in den Kurven. Hauptfaktoren für den Grip sind neben Reifen und Fahrbahnbelag die Aerodynamik, also der Abtrieb, den das Fahrzeug erzeugt.

  • Ground Effekt
    Der Ground Effect wurde vom legendären Colin Chapman bei Lotus erfunden und löste eine wahre Welle an Ground Effect Autos in den 70er und 80er Jahren aus. Hierzu wurden an den Wagen seitliche Schürzen montiert, welche den Boliden durch einen physikalischen Effekt mit Hilfe eines Vakuums am Unterboden auf die Strecke pressten.

  • Getriebe
    Übersetzung und Übersetzungsschaltung in einem Gehäuse zwischen Motor undAntriebsrädern.

  • Gurney-Flap
    So nennt man, nach dem amerikanischen Rennfahrer Dan Gurney, die schmale Abrißkante aus biegsamen Kunststoff, die an den Kanten von Flügeln angebracht werden.
 
H
  • Haarnadel
    Sehr enge 180-Grad-Kurven. Die bekannteste Haarnadel ist die ehemalige Loews-Kurve in Monaco, die heute wieder Grand Hotel heißt. 

  • Halteseile
    Seile aus einem Hochleistungspolymer (PBO, Zylon), die verhindern sollen, dass die Räder des Formel-1-Autos im Falle eines Unfalls wegfliegen.

  • Handschuhe
    Bestehen wie der Rennoverall aus feuerfestem Nomex-Material. Damit bei Feuer keine Hitze durchkommt, liegen sie sehr eng an und werden mit einer Lasche festgezogen.

  • HANS Bild
    Das von Dr. Robert Hubbard, Professor am Forschungslabor für biomechanische Konstruktionen der Universität Michigan/USA, entwickelte Head and Neck Support System beruht auf einem steifen, kragenförmigen Kohlefaseraufbau (B), der mit den Schultergurten (C) am Oberkörper fixiert und durch entsprechende Bänder (A) am Helm befestigt wird. Durch diese stabilisierende Wirkung werden bei einem Unfall extreme Beschleunigungsbewegungen des Kopfes vermindert und gefährdende Halskräfte reduziert. Es wird verhindert, dass der Kopf des Fahrers bei einem Unfall am Cockpitrand oder am Lenkrad aufschlägt.

  • Helm
    Der Helm aus Karbon, Polyethylen oder Kevlar wiegt etwa 1400 Gramm. Geformt wird er wie der Rennwagen im Windkanal, so dass er möglichst wenig Luftwiderstand bietet. Helme werden extremen Deformations- und Splittertests unterworfen. Im Rennen dürfen nur von der FIA überprüfte und freigegebene Helme getragen werden.

  • Heckflügel
    Eine am Heck angebrachte Konstruktion, um die Haftung der Hinterräder zu erhöhen. Je steiler eingestellt, desto höher die Haftung, aber desto geringer die Geschwindigkeit. Umgekehrt: Je flacher, desto weniger Bodenhaftung, aber desto höher die Geschwindigkeit.
 
I
  • Ideallinie
    Auf der Ideallinie kann die Strecke am schnellsten umfahren werden. Dieser "Bereich" der Strecke ist oft auch am saubersten und bietet deshalb auch mehr Grip.

  • Intermediate
    Bezeichnet eine Mittellösung zwischen Trocken- und Regenreifen. Besitzt mehr Profil als ein Trockenpneu, aber weniger als ein Regenreifen. Für gemischte Wetter- und Straßenverhältnisse gedacht. Ab 2003 nicht mehr erlaubt

  • Internatinal Sporting Code
    Regelwerk der FIA, in dem alle den internationalen Motorsport betreffenden Vorschriften zusammengefasst sind.
    Die Sportlichen Regeln der F1 können hier nachgelesen werden.
 
J
  • Jerez
    Grand-Prix-Rennstrecke in Andalusien. Länge: 4,218 Kilometer.

  • Jump Start
    Auch Frühstart, wird durch Fahrer ausgelöst, deren Rennwagen sich in Bewegung setzen, ehe alle Lichter der Startampel erloschen sind. Überprüft wird das durch Sensoren auf der Startgeraden.
 
K
  • Karbon
    Aus dem kohlefaserverstärkten, extrem widerstandsfähigen Epoxidharz (auch CFK genannt) wird zum Beispiel das Monocoque der Rennwagen hergestellt, das sich durch eine hohe Steifigkeit und Festigkeit bei sehr geringem Gewicht auszeichnet.

  • Kerbs Bild
    Überhöhte Randsteine, die vor, nach und in den Kurven von Rennstrecken angebracht sind.

  • Kraftstoff
    In der Formel 1 wird bleifreier Super-Kraftstoff verwendet, der in seiner Zusammensetzung den FIA-Vorschriften entsprechen muss. Leistungsfördernde Zusätze sind nicht erlaubt. Die Einhaltung wird durch Stichproben bei jedem Rennen überprüft. Vor der Saison müssen die jeweiligen Hersteller eine entsprechende Probe zu Vergleichszwecken bei der FIA hinterlegen. Der Kraftstoff darf höchstens auf eine Temperatur von zehn Grad unter der gerade herrschenden Außentemperatur abgekühlt werden.

  • Kevlar Bild
    Kunstfaser mit extrem hoher Zugfestigkeit und Zähigkeit. Wird mit Epoxidharz zu einem Verbundwerkstoff kombiniert, der eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht aufweist.

  • Kiesbett
    Gesicherte Auslaufzone einer Rennstrecke, in der ein von der Strecke abgekommener Wagen stark abgebremst wird

  • Kühler
    Sor
    gen für die Kühlung der Triebwerke
 
L
  • Lenkrad Bild
    Die Schaltzentrale des Rennwagens. Dient längst nicht mehr nur dazu, dass der Fahrer Lenkbewegungen durchführen kann. Dort sind auch alle wichtigen Knöpfe und Regler angebracht. Aussehen und Anordnung können von Fahrer zu Fahrer variieren.

  • Launch Control
    Die Startkontrolle oder Startautomatik soll den Fahrern einen möglichst idealen Start ermöglichen, da sie ein Durchdrehen der Räder verhindert und sich der Fahrer komplett auf die Startampel konzentrieren kann. Nach lange Überlegungen, ist die Launch Control ab dem Silverstone GP 2003 verboten worden.

  • Lizenz
    Erlaubnisscheine für nationale und internationale Motorsportkonkurrenzen. In Deutschland werden die Lizenzen von der Obersten Nationalen Sportbehörde (ONS) und der Obersten Motorradsport-Kommission (OMK) erteilt. Eine internationale Lizenz kann frühestens nach einem Jahr und nach fünf  nationalen Plazierungen in der ersten Hälfte des jeweiligen Teilnehmerfeldes beantragt werden.
 
M
  • Marshall
    Die Marshalls oder Streckenposten schwenken nicht nur das Flaggenarsenal, sondern sichern auch als erste eine mögliche Unfallstelle und beseitigen liegen gebliebene Autos.

  • Medical Center
    An jeder Formel-1-Rennstrecke muss - auch bei Testfahrten - ein nach modernsten Erkenntnissen ausgestattetes Krankenhaus zur Erstversorgung bereitstehen, das zudem mit kompetenten Medizinern besetzt ist. Für den Notfall müssen stets Transporthubschrauber zur Verfügung stehen. Ist die Einhaltung dieser permanent fortgeschriebenen FIA-Vorschriften nicht möglich (beispielsweise, weil Nebel herrscht), darf das Rennen nicht gestartet werden.

  • Monocouque
    Die "Lebens-Versicherung" der Fahrer. Bedeutet im französischen Wortlaut "einschalig". Aus dem Kohlefaserverbundwerkstoff Karbon in Schichtbauweise gefertigte Sicherheitszelle, die eine schützende Hülle um den Fahrer bildet. Außerhalb des Monocoques sind die Elemente der "Knautschzone" angebracht, die bei einem Aufprall Energie absorbieren.

  • Motor Bild
    In der Formel 1 werden Viertaktmotoren benutzt. Die von der FIA vorgeschriebene Spezifikation, die bis 2007 festgeschrieben ist, lautet: maximal zehn Zylinder, höchstens fünf Ventile und nicht mehr als 3000 Kubikzentimeter Hubraum. Die durchschnittliche PS-Zahl liegt bei 830, das Gesamtgewicht eines Motors zwischen knapp unter 100 und 110 Kilogramm. Turbinen, Wankelmotoren oder Aufladung sind verboten.

  • Motorhome Bild
    Überdimensioniertes "Wohnmobil", in welchem sich die Fahrer und Teamverantwortlichen an der Rennstrecke entspannen, trainieren, Pressetermine abhalten, Gäste empfangen, Strategiebesprechungen durchführen und mit Nahrung versorgen.
 
N
  • Nachfüllen
    Mit Ausnahme von Benzin, Stickstoff und Druckluft darf während des Rennens nichts nachgefüllt werden. Wenn ein Teil des Fahrzeugs während des Rennens ersetzt werden muss, darf es nicht schwerer sein als das Originalteil.

  • Nase
    Frontpartie des Formel-1-Autos, wird aus Sicherheitsgründen frontalen und seitlichen Crashtests unterzogen. Die Nase fungiert auch als eine dem Monocoque vorgelagerte Crash-Struktur.

  • Nomex Bild
    Zwei- bis vierschichtiger Kunststoff, aus dem Overalls, Unterwäsche, Kapuze, Strümpfe und Handschuhe der Fahrer und Boxencrews gefertigt werden. Der Overall eines Formel-1-Piloten muss in einem 700 Grad heißen Benzinfeuer mindestens zwölf Sekunden Schutz bieten. Nomex wird im Labor bei 1.400 Grad Celsius hitzegetestet
 
O
  • Onboard-Kamera Bild
    Eine oder mehrere an den Boliden angebrachte Kameras sorgen für spektakuläre Bilder aus dem Cockpit des Piloten, von der Spitze des Frontflügels oder auch rückblickend auf den Heckflügel und die Verfolger.

  • Overal
    Schutzanzug aus Nomex für Fahrer und Boxencrews mit elastischen Manschetten an den Hand- und Fußgelenken.
 
P
  • Parc Fermé Bild
    Abgesperrter Bereich in der Boxengasse, in der die technischen Kommissare die Wagen nach dem Rennen auf die Einhaltung des technischen Reglements kontrollieren. Nach der Samstags-Qualifikation werden die Fahrzeuge bis zum Rennen unter die Parc-Fermé-Regelung gestellt, die ein Auftanken grundsätzlich verbietet und Wartungsarbeiten nur in minimalem Umfang - unter FIA-Aufsicht - gestattet. Größere Reparaturen oder ein neues Set-Up sind bei der FIA zu beantragen. (Das Technisch Reglement kann hier nachgelesen werden)

  • Paddock
    Der Paddock oder das Fahrerlager ist der Bereich hinter der Boxengasse, in welchem sich die Trucks und Motorhomes der Teams befinden und in welchem auch Bernie Ecclestones exklusiver Paddock Club untergebracht ist.

  • Pit-Lane
    Englisch für Boxengasse.

  • Pole position
    Erster Startplatz. Erreicht der Fahrer, der im Qualifikationstraining die beste Zeit erreicht hat.

  • Prüfstand
    Auf Motoren- oder Fahrzeugprüfständen werden die jeweiligen Teile des F1-Boliden den härtesten Simulationen und Prüfungen unterzogen, um für die anstehende F1-Saison gerüstet zu sein. In Computer sind komplette Simulationen ganzer Strecken (Unebenheiten, Geschwinigkeit, Bremspunkte, Schaltpunkte, usw.) gespeichert

  • Punkte
    Punkte werden in der Reihenfolge des Zieleinlaufs beim Grand Prix vergeben.
    1. Platz = 10 Punkte
    2. Platz =  8 Punkte
    3. Platz =  6 Punkte
    4. Platz =  5 Punkte
    5. Platz =  4 Punkte
    6. Platz =  3 Punkte
    7. Platz =  2 Punkte
    8. Platz =  1 Punkt
 
Q
  • Qualifikationstraining
    (2006) Einzelzeitfahren ist Geschichte, ab jetzt heißt es: Pole-Position in drei Akten. Im ersten Teil der Quali fahren alle 22 Piloten 15 Minuten lang. Danach fallen die sechs Langsamsten durch den Rost. Sie starten von den Positionen 17 bis 22.

    Nach fünf Minuten Pause fahren die übrigen 16 erneut 15 Minuten lang, wobei die Zeiten aus der ersten Session verfallen. Danach scheiden wieder die langsamsten sechs aus, sie starten von den Positionen 11 bis 16.

    Alle, die bis dahin ausgeschieden sind, dürfen vor dem Rennen beliebig nachtanken. Die besten zehn fahren in einer 20-minütigen Session um die Pole, wieder werden die bisherigen Zeiten annuliert.

    Die Top Ten müssen mit der Spritmenge ins Rennen gehen, die sie zu Beginn der dritten Quali-Session im Tank hatten. Das heißt: Jeder Liter, der auf der Pole-Jagd verfahren wird, darf nach einem von der FIA festgelegten Verbrauchsschlüssel nachgefüllt werden.
     
  • Querlenker
    Verbindungsteile zwischen den Rädern und dem Chassis, die im rechten Winkel zur Längsachse des Wagens montiert sind. Die schwenkbaren Röhren, die inzwischen auch eine aerodynamische Bedeutung haben, müssen aus extrem widerstandsfähigen Materialien bestehen.
 
R
  • Radaufhängung
    Die Radaufhängung dient als Bindeglied zwischen den Rädern sowie dem Chassis des Boliden. Die Einstellung dieses Fahrwerkelements ist von besonders großer Bedeutung, da die Stoßdämpfer und Federn direkt über die Aufhängungsstreben wirken.

  • Regenreifen Bild
    Reifen mit Profil für Rennen im Regen. Die Profile haben eine, das Wasser auf die Fahrbahn, abreibende Funktion.
     
  • Reifen Bild
    Die Reifen in der Formel 1 werden derzeit von den Herstellern Bridgestone und Michelin geliefert. Der Vorderreifen darf maximal 355 mm, der Hinterreifen maximal 380 mm breit sein. Dabei darf die Felge einen Durchmesser von höchstens 330 mm haben. Das aktuelle Reglement sieht Rillenreifen vor, das heißt: Die Reifen weisen vier symmetrisch über die Oberfläche verteilte Rillen in Längsrichtung auf, die mindestens 14 mm breit und 2,5 mm tief sind. Die Hersteller liefern zu nahezu jedem Grand Prix neue Mischungen, die je nach Streckenanforderung und Fahrzeugverhalten mehr oder weniger weich sind.

  • Reifenstapel Bild
    Gehören seit 1981 zur Pflichtausstattung von Rennstrecken. Die Reifenbarriere besteht aus zwei bis sechs Reihen herkömmlicher Autoreifen, die miteinander verschraubt und durch Gummibänder verbunden sind. Dadurch wird eine optimale Absorption der Aufprallenergie erreicht.

  • Rennabbruch
    Bei einer Wetterlage, die kein sicheres Fahrverhalten mehr erlaubt (zum Beispiel Monsun, Schnee, Nebel), oder falls ein Fahrzeug die Rennstrecke blockiert, wird das Rennen mit einer roten Flagge abgebrochen. (Siehe auch Flaggen-Signale)

  • Renndirektor
    Der FIA-Renndirektor überwacht am Rennwochenende die Sicherheitsmaßnahmen an den Strecken und leitet gegebenenfalls Verbesserungen ein. Er entscheidet außerdem über den Einsatz des Safety Car und einen eventuellen Rennabbruch.

  • Rennleitung
    Dieses Gremium, von der FIA für jedes Rennwochenende beauftragt, verfolgt die Aktivitäten auf der Strecke und kümmert sich um die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Regeln.
    (Sportliche Regeln / Technische Regeln)

  • Rillenreifen
    Seit dem Verbot der Slicks, also profillosen Pneus, sind für die F1-Reifen vorne und hinten vier Längsrillen vorgeschrieben, welche die Kurvengeschwindigkeiten verringern und damit die Autos sicherer machen sollen.

  • Roll-Out
    Die erste Ausfahrt eines neuen Boliden wird als Roll-Out bezeichnet. Hierbei kann es durchaus vorkommen, dass der Wagen noch nicht, technisch wie farblich, fertiggestllt wurde.
 
S
  • Safety Car Bild
    Fahrzeug, das die Formel-1-Boliden durch die Formationsrunde führt. Außerdem kommt das Safety Car in kritischen Situationen zum Einsatz, zum Beispiel nach Unfällen, um die Wagen in Formation zu bringen und weitere Zwischenfälle zu verhindern. Das Safety Car wird seit 1992 in der Formel 1 eingesetzt.

  • Saugmotoren
    Verbennungsmotoren, die das Frischgas nur durch den Kolben ansaugen, ohne Verwendung einer Aufladung (Turbo).

  • Schikanen
    Enge Kurven, die von den Rennveranstaltern auf geraden Strecken angelegt werden. Durch Schikanen werden Fahrer gezwungen, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

  • Set-Up
    Englische Bezeichnung für alle Einstellungsmöglichkeiten an einem Rennwagen. Hierzu gehören vor allem Flügel, Federn, Fahrwerk, Stabilisatoren und Dämpfer. Jede Strecke erfordert ein eigenes Setup, welches den Boliden optimal auf die Streckenverhältnisse anpasst und somit ein optimales Handling ermöglicht.

  • Shakedown
    Die FIA erlaubt den Teams einen 50 km Shakedown in der Woche vor einem Grand Prix, um dabei die Systeme zu überprüfen und einige wenige Runden zu drehen.

  • Start
    Beginn eines Rennens. Wird in der Formel1per Ampel (rot-grün) geregelt. Berühmt war früher der Le-Mans-Start, bei dem die Fahrer auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen und nach Senken der schwarz-weiß karierten Flagge zu ihrem Auto sprinteten, das auf der anderen Seite stand.

  • Startnummer
    F1-Autos werden mit Starnummern der Piloten versehen. Pro Team gibt es 2 Nummern. Pro Team werden immer zwei aufeinanderfolgende Zahlen vergeben. Hat der Weltmeister die Nr 1, hat der Teamkollege immer die Nr 2. Auch wenn er noch neu in der F1 ist.
    Besonderheit: Aus Aberglaube, wird die Startnummer 13 nicht vergeben. Man glaubt Sie bringe Unglück.

  • Schuhe
    Bei den Formel-1-Fahrern knöchelhoch, aus weich gepolstertem Leder. Die Sohle besteht aus gut haftendem, sehr dünnem Kautschuk, der verhindert, dass der Fahrer von den Pedalen abrutscht.

  • Seitenkasten
    Seitliche Abdeckung des Cockpits, die im Monocoque integriert ist. In den Seitenkästen befinden sich Crashstrukturen, die bei einem Unfall oder Aufprall die einwirkende Energie absorbieren. Hinter diesen Seitenkästen - auch "side pods" genannt - liegen zudem die Kühler des Formel-1-Autos.

  • Spoiler
    Stabilisierungsflossen und -teile am Rennwagen, die den Fahrtwind zur Stabilisierung nutzen.

  • Sicherheitsgurte
    Der im Motorsport eingesetzte Sicherheitsgurt wird Sechs-Punkt-Gurt oder auch Hosenträgergurt genannt und kann mit einem Handgriff geöffnet werden. 

  • Sitz Bild
    Bei einem Unfall muss die Möglichkeit gegeben sein, den Fahrer samt Sitz aus dem Wagen zu heben. Deshalb darf der Sitz seit 1999 nicht mehr fest installiert sein. Das Risiko, bei der Bergung eines Fahrers die Wirbelsäule zu verletzen, wird auf diese Weise reduziert.

  • Silberpfeile
    Bezeichnung der Mercedes-Rennwagen. Entstand, als der damalige Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer (von1926 bis 1957) die Farbe von den Mercedes-Autos entfernen ließ, so daß die glatte silbergraue Metallhaut zum Vorschein kam. Heute Standardlackierung der Mercedes-Rennwagen.

  • Slicks
    Profillose Reifen, die bei höheren Temperaturen einen besonderen Klebe-Effekt auf trockener Straße entwickeln. Ende 1997 wurden die profillosen Reifen von der FIA verboten, um zu verhindern, dass die Höchstgeschwindigkeiten auf diese Weise gesteigert werden.

  • Speed-Limiter
    Der Speed-Limiter kommt in der Boxengasse zum Einsatz und wird per Knopfdruck am Lenkrad ausgelöst. Er drosselt die Geschwindigkeit auf die Höchstgeschwindigkeit für die Boxengasse und verhindert bei korrekter Programmierung und rechtzeitiger Betätigung des Knopfes ein Beschleunigen über dieses Limit.

  • Streckenposten
    Siehe Marshalls

  • Stop-And-Go-Stafe
    Ein meist 10-Sekunden langer Strafstopp an der Box für Regelverstöße wie z.B. Frühstart, Tempoübertretung in der Boxengasse, Blockieren eines Gegners, etc. Eine Stop-and-Go-Strafe darf nicht mit einem Boxenstopp kombiniert werden. (Siehe auch Drive-Trough-Strafe).

  • Superlizenz
    Führerschein für Formel-1-Piloten, der von der FIA erteilt wird. Wird aus Sicherheitsgründen Neulingen nur aufgrund guter Ergebnisse in Nachwuchsrennserien erteilt oder in Ausnahmefällen unter anderen Nachweisen der Begabung. Kann auch mit Bewährungsauflagen verbunden sein.
 
T
  • Tank
    In der Spezifikation FT5 der FIA wird genau festgelegt, wie ein moderner, feuerfester und verformungssicherer Tank aussehen muß. Nur diese Sicherheitstanks dürfen verwendet werden. Dies alles führte dazu, dass das Feuerrisiko auf ein Minimum reduziert wurde. Um Beschädigungen zu vermeiden, befindet sich der Tank innerhalb des Monocoques und ist dadurch im bestgeschütztem Teil des Fahrzeugs eingeschlossen.

  • Tankanlage Bild
    Seit für die Saison 1994 das Nachtanken wieder erlaubt wurde sind für die Teams nicht unerhebliche Mehrkosten durch neue Tankanlagen entstanden. Solchen Anlagen kosten ca. 40'000 € und wiegt rund 430 kg. 

  • Telemetrie Bild
    Möglichkeit, eine Vielzahl von Daten, z.B. von Fahrwerk und Motor, im Rennwagen zu messen und an die Boxen zu senden, wo diese Daten dann ausgewertet werden. Diese Früherkennung, ehe ein Defekt Folgen zeigt, trägt auch zu mehr Sicherheit bei. In der Saison 2002 war auch die Datenübertragung von der Box ans Auto möglich. So konnten bestimmte Parameter am Rennwagen von außen verstellt werden. Die Techniker entlasteten somit den Fahrer. Ab der Saison 2003 ist die Übertragung von Daten von der Box in das Fahrzeug verboten.

  • Track
    International verwendeter Begriff für eine Rennstrecke.

  • T-Car
    Die englische Bezeichnung für den Ersatzwagen ist eine Abkürzung für Test Car, was zum Ausdruck bringt, dass der Ersatzwagen eines Rennteams auch gleichzeitig der Wagen ist, der für die meisten Tests herhalten muss.

  • Turbo
    Schweizer Erfindung zur Optimierung der Motorleistung. Das Prinzip: Motorabgase treiben eine Turbine an, die über Schaufelräder Frischluft ansaugt, vorverdichtet und in die Zylinder treibt. Der Effekt: Höhere Leistung bei kleinerer  Motordimension. 1977 setzten die Franzosen von Renault, den Turbo zum ersten mal ein. Er wurde danach, 1988 verboten. In der Qualifikation konnten mit diesen Motoren 1400 PS erreicht werden.

  • Turbolader
    Mit dem Turbolader wird die Luft komprimiert, die dem Verbrennungsraum des Motors zugeführt wird. In den 80ern erreichten die Techniker so PS Zahlen von über 1100, bis eine Reglementsänderung diese Turbolader für das Jahr 1989 verbot. 

  • Traktionskontrolle
    Elektronisch Hilfsmittel, das ein Durchdrehen der Antriebsräder verhindert. Die Motorsteuerung erhält über Sensoren an der Antriebsachse Meldungen, sofern die Räder durchdrehten. Die Leistung des Motors wurde verringert um eine bessere Beschleunigung aus den Kurven zu ermöglichen. Bei normalen PKW ´s wird dieses System Heute als Antischlupfregelung eingesetzt. Die Traktionskontrolle wurde mit der Saison 1994 durch die FIA verboten. Seit April 2001 ist die Traktionskontrolle wieder in der Formel1 erlaubt.
 
U
  • Überrollbügel
    Bei einem Unfall mit Überschlag soll der Überrollbügel, eine gebogene Struktur aus Metall- oder Verbundstoffen über dem Kopf des Fahrers, den Insassen des Wagens besser vor Verletzungen schützen. Er wird nach einem Unfall von Giancarlo Fisichella 1999 auf dem Nürburgring noch schärferen Crashtests unterzogen.

  • Übersteuern
    Das Fahrzeug schiebt sich über die Hinterräder mit dem Heck aus der Kurve. Der Fahrer muss, um durch die Kurve zu kommen, weniger einlenken, als es dem Kurvenradius entspricht (bei starkem Übersteuern sogar gegen den Kurvenverlauf lenken).

  • Unterboden
    Aerodynamisch aufwendig gestaltete untere Fläche eines Rennwagens. Der Unterboden erzeugt einen Luftstrom, der einen Unterdruck unter dem Fahrzeug erzeugt und für bessere Bodenhaftung sorgt.

  • Untersteuern
    Das Fahrzeug schiebt sich über die Vorderräder aus der Kurve. Der Fahrer muss, um durch die Kurve zu kommen, mehr einlenken, als es dem Kurvenradius entspricht.
 
V
  • V
    Beschreibt die Anordnung von Zylindern eines Motors gegeneinander. Je nach Anordnung ergeben sich hieraus Bezeichnungen wie V8-, V10- oder V12-Motoren. Derzeit ist nach dem Reglement jedoch nur der Einsatz von V10-Motoren erlaubt.

  • Vierradantrieb
    Erlaubt sind in der Formel 1 maximal zwei angetriebene Räder, der Vierradantrieb ist seit Ende 1971 verboten.

  • Vorqualifikation
    Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre Vorschrift in der Formel 1. Grund: stark gestiegene Bewerberzahlen. Die Vorqualifiktion wurde an den Rennwochenenden vor dem Zeittraining am Freitag ausgetragen. Die vier schnellsten Fahrer durften dann am freien Training und  am Qualifying (siehe Qualifikationrennen) teilnehmen, um sich endgültig für das Rennen zu qualifizieren.
 
W
  • Warm Up
    Internationaler Begriff für das Aufwärmen der Rennwagen. Dabei sollen sich Fahrer und Wagen an evtl. veränderte Fahrbahnbedingungen anpassen. Auch letzte Änderungen am Setup werden hier vorgenommen.

  • Wheelspin Bild
    Dies ist der englische Begriff für das Durchdrehen der Hinterräder beim Beschleunigen. 
  • Wiegen
    Jeder Fahrer und sein Wagen werden vor dem ersten Rennen einer Saison gewogen. Zur Kontrolle können sie dann im Verlauf der Saison jederzeit wieder gewogen werden. 

  • Windkanal
    Der Windkanal ist eine aerodynamische Versuchsanlage, in der Aerodynamikspezialisten das Verhalten des Luftstroms simulieren, um auf diese Art und Weise die Aerodynamik des Fahrzeugs zu verbessern.

  • Wing
    Englisch für Flügel
  • Winglet
    Zusatzflügel, der kurz vor dem Hinterrad an der Karosserie liegt.
 
X
  •  X-Wing
    1997 tauchten diese ästhetisch wenig stilvoll anmutenden Zusatzflügel, auch Tower-Wings genannt, zum ersten Mal am von Dr. Harvey Postlethwaite konstruierten Tyrrell auf. Zu Beginn der Saison 1998 wurden diese skurrilen Gebilde jedoch von der FIA angeblich aus Sicherheitsgründen verboten. (Siehe auch unter Flügel)
 
Y
  •  
 
Z
  • Zeittraining
    siehe unter Qualifikationstraining

  • Zeitstrafe
    Gemeinhin als Stop-and-Go bezeichnet. Damit wird ein Fahrer für einen Regelverstoß im Rennen bestraft. Ist seinem Team die Strafe durch die Rennkommissare verkündet worden, muss der Pilot innerhalb der folgenden drei Runden zum "Absitzen" an die Box fahren. Dort muss er für zehn Sekunden halten, ohne dass die Mechaniker Hand an das Fahrzeug legen dürfen. Mit An- und Abfahrt verliert der Bestrafte weitere Zeit. Erfolgt die Strafe in den letzten fünf Rennrunden, werden zur Endzeit 25 Sekunden hinzu addiert.