Anzahl der Grands Prix
Die Formel-1-Weltmeisterschaft besteht aus mindestens acht und maximal 17 Grands Prix.
Zeitplan (Ortszeiten)
Freitag:
10:00-11:30 Uhr – 1. Freies Training
14:00-15:30 Uhr – 2. Freies Training
Samstag:
11:00-12:00 Uhr – 3. Freies Training
ab 14:00 Uhr – Qualifying
Sonntag:
ab 14:00 Uhr – Rennen
Alle Zeiten sind Ortszeiten.
Die Startzeit des Rennens weichen in manchen Ländern ab.
Renndistanz
Für einen Grand Prix wird auf jeder Strecke die geringstmögliche Rundenzahl bemessen, die eine Distanz von 305 Kilometern überschreitet. Für Monaco wird wegen der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit eine Ausnahme gemacht. Die maximale Renndauer beträgt zwei Stunden.
Bewerbung
Neue Team-Bewerber müssen eine Garantiesumme von 48 Millionen Dollar hinterlegen. Die Summe wird inklusive Zinsen in zwölf gleichen Monatsraten ab der ersten Teilnahme zurückgezahlt. Tritt der Bewerber nicht an, verfällt die Summe. Tritt er ein Jahr später an als angekündigt, werden zwölf Millionen Dollar eingezogen und lediglich die Restsumme zurückgezahlt.
Fahrertausch
Während der Saison darf jedes Team vier Fahrer einsetzen. Fälle "höherer Gewalt" zählen nicht dazu.
Teststrecken
Als Teststrecken sind alle Rennstrecken mit entsprechender Formel-1-Lizenz zugelassen.
Tests am Rennwochenende
Während des 1. und 2. Freien Trainings dürfen 2007 erstmals alle Teams einen dritten Fahrer einsetzen. Allerdings dürfen pro Team nur zwei Autos an den Trainings teilnehmen, so dass jeder Einsatz eines Testfahrers auf Kosten der Stammpiloten gehen würde.
Testverbot
Eine Testpause im Sommer oder Winter sowie eine Limitierung von Testfahrten machen die Teams freiwillig unter sich aus. Die FIA reglementiert die Testfahrten nicht.
Fahrzeuggewicht
Ein Formel-1-Wagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit zu jedem Zeitpunkt auf der Strecke mindestens 605 Kilogramm wiegen, nach dem Rennen 600 Kilogramm. Ausnahmen werden beim Verlust von Fahrzeugteilen gemacht, die durch einen Unfall oder technischen Defekt verursacht worden sind.
Reifen
Jeder Fahrer darf pro Grand Prix maximal 14 Trocken-, vier Regen- und drei Extremregenreifensätze verwenden. Bei den Trockenreifen sind für den ersten Trainingstag von jedem Team acht Reifensätze unterschiedlicher Mischungen auszuwählen, wobei maximal zwei pro Fahrer von der gleichen Spezifikation sein dürfen. Am Ende des ersten Trainingstages müssen diese Reifen zurückgegeben werden.
Jeder Fahrer bekommt anschließend zehn Reifensätze zur für den Rest des Wochenendes zur Verfügung gestellt, fünf von jeder Reifenmischung. Von diesen fünf Sätzen muss vor Beginn des Qualifyings ein weiterer zurückgegeben werden. Regen- oder Extremregenreifen sind nur noch erlaubt, wenn die Strecke von der Rennleitung für nass erklärt wird.
Sollte ein Fahrer im Rennen keine Regen- oder Extremregenreifen verwenden, ist er dazu gezwungen, von beiden Trockenspezifikationen zumindest je einen Satz zu verwenden.
Sind zwei Reifenlieferanten in der Formel 1 aktiv, muss jeder von ihnen in der Lage sein, bei Bedarf 60 Prozent des Feldes auszurüsten. Bei drei Herstellern sind es mindestens 40 Prozent.
Startaufstellung
Die Autos stehen nach den gefahrenen Zeiten in der Qualifikation gestaffelt im Acht-Meter-Abstand versetzt zueinander.
Qualifying
Das Qualifying beginnt am Samstag um 14:00 Uhr Ortszeit und läuft wie folgt ab: In den ersten 15 Minuten dürfen alle Autos auf die Strecke gehen. Am Ende dieser ersten Viertelstunde dürfen die sechs langsamsten Fahrer nicht weiter an der Qualifikation teilnehmen. Diese Autos nehmen die letzten sechs Startpositionen (17-22) in der Reihenfolge ihrer gefahrenen Zeiten ein, wobei der schnellste Pilot die 17. Startposition zugewiesen bekommt.
Die bisherigen Bestzeiten der verbleibenden 16 Autos werden für die folgende Einheit gestrichen. Am Ende der zweiten 15-Minuten-Sessions scheiden erneut die sechs Langsamsten aus und werden von der dritten Session ausgeschlossen. Diese Autos bilden die Startpositionen 11-16, der Schnellste nimmt den elften Rang ein, der Langsamste den 16. Platz.
Die verbleibenden zehn Autos gehen erneut mit zurückgesetzten Zeiten in den letzten Qualifying-Abschnitt. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, die Top-10-Startplatzierungen unter sich auszumachen. Der Schnellste gewinnt die Pole Position.
Benzin kann zu jedem Zeitpunkt der ersten 2x15 Minuten des Qualifyings hinzugefüllt werden. Jene Autos, die in den ersten beiden Qualifying-Einheiten ausscheiden, dürfen bis zur Öffnung der Boxengasse am Sonntag vor dem Rennen betankt werden.
Die Teams, die an den letzten 15 Minuten der Qualifikation teilnehmen, müssen vor dem letzten Qualifying-Abschnitt jene Benzinmenge einfüllen, mit der sie ins Rennen gehen wollen. Im Qualifying in der letzten Einheit verbrauchtes Benzin kann vor dem Start des Rennens nachgefüllt werden, dies gilt jedoch nur für gefahrene Runden, deren Rundenzeiten maximal um zehn Prozent langsamer waren als die persönlich schnellste Runde des jeweiligen Fahrers.
Motorwechsel
Motoren dürfen nur alle zwei Rennwochenenden gewechselt werden. Erfolgt ein außerplanmäßiger Wechsel, so wird der Fahrer je zusätzlichem Motorwechsel in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten versetzt. Ausnahme: Kommt es während dem Rennen (ab dem Start bis zum Überqueren der Ziellinie) zu einem Motorschaden, kann der Motor nach dem Rennen ohne Strafe gewechselt werden. Muss ein Fahrer nach dem Qualifying und vor dem Rennen einen Motor wechseln, wird der betreffende Pilot nicht um zehn Plätze sondern ganz an das Ende des Starterfeldes strafversetzt. Ist dies bei mehreren Fahrern der Fall, werden die letzten Startplätze nach der Startnummer vergeben, wobei Fahrer mit der niedrigeren Startnummer vorne stehen.
Rundenbegrenzung
Es gibt weder im Freien Training noch im Qualifying eine Rundenbegrenzung.
Parc-Fermé-Regel
Die Autos befinden sich von dem Moment an, an dem sie sich im Qualifying das erste Mal auf die Strecke begeben, bis zum Start des Rennens unter Parc-Fermé-Bedingungen, es darf also nicht mehr am Auto gearbeitet werden. Nicht hiervon betroffen sind Reifenwechsel und Tanken wie unter "Qualifying" beschrieben. Im Parc Fermé darf an den Autos nicht mehr gearbeitet werden. Lediglich Reparaturen dürfen nach Erlaubnis der Rennleitung durchgeführt werden, die Elektronik darf umprogrammiert werden und der Frontflügel verstellt werden.
Start
30 Minuten vor dem Start wird die Boxengasse geöffnet. Die Fahrer haben 15 Minuten Zeit, um ihre Startplätze einzunehmen. Wer das Zeitlimit überschreitet, muss das Rennen hinter dem Feld aus der Boxengasse aufnehmen.
Bis fünf Minuten vor dem Start müssen die Reifen aufgezogen sein. Eine Minute vor dem Start werden die Motoren angelassen.
Beim 30-Sekunden-Signal setzt sich das Feld zur Formationsrunde in Bewegung. Während der Formationsrunde ist Überholen verboten. Einzige Ausnahme: Fährt ein Fahrer mit Verzögerung beim Vorstart los und wurde nicht vom gesamten Feld überholt, darf er seine ursprüngliche Startposition wieder einnehmen. Andernfalls muss der Fahrer vom letzten Startplatz starten. Das gleiche gilt für Fahrer, die einen Startabbruch provoziert haben.
Nach jedem Startabbruch erfolgt fünf Minuten später der Neustart. Das Rennen wird wegen der zusätzlichen Formationsrunde um eine Runde verkürzt. Im Fall von schwerem Regen ist es möglich, das Rennen hinter dem Safety-Car zu starten.
Bei einem normalen Start gehen, sobald das letzte Fahrzeug in der Startaufstellung steht, nacheinander die fünf Lampen der Startampel im Sekundentakt an. Startsignal ist, wenn alle Lampen erlöschen. Signalisiert ein Fahrer im Feld Probleme, wird die Startprozedur unterbrochen. Dies wird durch gelbe Flaggen an der Boxenmauer und ein Blinklicht auf der Startampel angezeigt.
Safety-Car
Wenn der Rennleiter das Safety-Car auf die Strecke schickt, wird dies rund um den Kurs mit "SC"-Zeichen signalisiert. Das Safety-Car setzt sich vor das führende Auto. Fahrzeuge, die gegebenenfalls zwischen dem Safety-Car und dem Führenden liegen, werden vorbeigewinkt und können hinten ans Feld aufschließen. Die Boxengasse darf nicht angesteuert werden, bis alle Autos in einer Schlange hinter dem Safety-Car sind.
Sollten sich zwischen die Reihenfolge laut Klassement überrundete Fahrzeuge hineindrängen, so müssen sich diese zurückfallen lassen. Sprich: Direkt hinter dem Safety-Car folgen alle Autos, die in der gleichen Runde wie der Führende sind, dahinter dann jene, die eine Runde Rückstand haben, dann zwei Runden und so weiter.
Das Safety-Car kann, um beispielsweise eine Gefahrenzone auf der Start- und Zielgeraden zu umgehen, auch durch die Boxengasse fahren. Auch in diesem Fall müssen die Fahrzeuge dem Safety-Car folgen. Ein Anhalten vor der eigenen Box ist jedoch ausdrücklich gestattet.
Eine Runde bevor das Safety-Car wieder in die Boxengasse einschert wird als Signal für die Piloten das Warnlicht ausgeschaltet.
Rennabbruch
Wird das Rennen in den ersten zwei Runden abgebrochen, erfolgt ein Neustart. Sind zwischen zwei Runden und 75 Prozent der Renndistanz gefahren, wird das Rennen neu gestartet. Der zweite Start erfolgt dann unter Safety-Car-Regeln: Die Autos starten in der Reihenfolge des Abbruchs des ersten Rennens; die Zeitrückstände werden nicht berücksichtigt, es sei denn, sie betragen mehr als eine Runde.
Sollte ein Neustart nicht möglich sein, werden halbe Punkte vergeben. Bei einem Abbruch nach mehr als 75 Prozent der Gesamtdistanz wird die volle Punktzahl vergeben.
Wertung bei Ausfall eines Fahrers
Hat ein Fahrer zum Zeitpunkt seines Ausfalls mindestens 90 Prozent der Renndistanz absolviert, wird er gewertet.
Zeitstrafen
Die Rennleitung hat die Möglichkeit, einen Fahrer für ein Vergehen auf drei Arten zu bestrafen: Eine Durchfahrtsstrafe durch die Boxengasse, bei der nicht vor der eigenen Box gehalten werden darf, eine Zehn-Sekunden-Strafe, bei der der Fahrer vor seiner Box zehn Sekunden lang stehen muss, oder eine Rückversetzung um zehn Startplätze beim nächsten Rennen. Eine Strafe ist innerhalb von drei Runden nach Bekanntmachunge anzutreten. Sollte eine der esten beiden Strafen in den letzten fünf Runden eines Rennens oder erst nach dem Rennen ausgesprochen werden, so werden auf die Gesamtzeit des Fahrers 25 Sekunden als Strafe addiert.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Das Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse im Qualifying und Rennen beträgt seit der Saison 2004 100 Stundenkilometer. Sollte eine Strecke eine besonders enge Boxengasse haben, so kann das Geschwindigkeitslimit jedoch gesenkt werden. Dies wird zum Beispiel in Monaco notwendig sein. Zuwiderhandlung wird im Rennen mit Zehn-Sekunden-Zeitstrafen geahndet, im Training mit Geldstrafen - 250 US-Dollar pro km/h.